Berufsbild Mikromechaniker/in EFZ
descriptionBerufsbeschreibung

Mikromechanik und Nanotechnologien lösen einen Technologieschub in der Industrie aus. Sie sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und fliessen in optische, medizinische, elektromechanische und feinmechanische Geräte ein. Mikromechaniker und Mikromechanikerinnen fertigen Präzisionswerkzeuge und Präzisionsapparate, die sie zu Bearbeitungs- und Montagerobotern montieren. Solche Roboter werden hauptsächlich zur Fertigung von Uhren, aber auch von anderen mikromechanischen Produkten eingesetzt. Die Teile werden auf hochpräzisen, teilweise computergesteuerten Maschinen hergestellt. Bestimmte Werkstücke werden einer Wärmebehandlung unterzogen, um das Material widerstandsfähiger, härter oder weicher zu machen.
Mikromechaniker und Mikromechanikerinnen kennen sämtliche Grundtechniken der Metallverarbeitung. Sie programmieren und optimieren die Maschinen und richten sie ein. Ihre Einzelstücke und Prototypen müssen auf Hundertstelmillimeter genau sein. Dies überprüfen sie mit mechanischen und elektronischen Prüfinstrumenten. Sie messen Härte, Elastizität sowie Abmessungen und korrigieren allfällige Unebenheiten. Zu ihren Aufgaben gehört ferner die Wartung der Geräte, die Suche der Ursache bei auftretenden Fehlern und deren Behebung. Während der Lehre spezialisiert man sich auf eine von verschiedenen Fachrichtungen: Herstellung von Werkstücken auf CNC-Maschinen, Décolletage, Stanzwerkzeuge/Giessformen, Prototypen.

Fachrichtungen
event_noteAnforderung

Abgeschlossene Volksschule, mit guten Leistungen in Mathematik, Geometrie und Technischem Zeichnen.
Für die Ausbildung in einer Lehrwerkstätte: Aufnahmeprüfung.

Gute Augen, Sinn für Präzision, Handgeschicklichkeit, gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Verständnis für feintechnische Probleme und mechanisch-logische Abläufe, hohe Konzentrationsfähigkeit.

schoolAusbildung

4 Jahre Lehre in einem Unternehmen der Industrie (nur wenige Lehrplätze) oder 3–4 Jahre in einer Lehrwerkstätte (Biel, Genf, St.-Imier, Le Locle, Le Sentier, Porrentruy).
Es gibt vier Fachrichtungen: Herstellung von Werkstücken auf CNC-Maschinen, Décolletage, Stanzwerkzeuge/Giessformen und Prototypen.



trending_upEntwicklungs­möglichkeiten

Weiterbildung in Mikrotechnik, Elektrotechnik oder Elektronik.
Berufsprüfung als Prozessfachmann/-frau, höhere Fachprüfung als Industriemeister/in.
Ausbildung als Techniker/in HF Mikrotechnik (Restauration/Complications horlogères) oder Uhrentechnik, Studium als Mikrotechniker/in BSc FH oder Informatiker/in BSc FH.
Spezialisierung auf eine Branche (Uhrenindustrie, Optische Industrie, Medizinaltechnik) oder ein Arbeitsgebiet: Versuchsmechaniker/in, Qualitätsfachmann/-frau, Arbeitsvorbereiter/in, Spezialist/in für feintechnische Geräte.
In der Uhrenindustrie: Fertigung und Reparatur der Werkzeuge, Bau von Uhren-Prototypen aufgrund von Plänen.

Aufstieg: Werkstattchef/in, Chef/in des Apparate- und Instrumentenbaus.

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