Background Image
Previous Page  5 / 16 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 5 / 16 Next Page
Page Background

BP =

Berufsprüfung,

EBA =

Eidg. Berufsattest,

EFZ =

Eidg. Fähigkeitszeugnis,

ETH =

Eidg. Technische Hochschule,

FH =

Fachhochschule,

HF =

Höhere Fachschule,

HFP =

Höhere Fachprüfung,

UH =

Universitäre Hochschule

r fs rüfung,

EBA =

Eidg. Berufsattest,

EFZ =

Eidg. Fähigkeitszeugnis,

ETH =

Eidg. Technische Hochschule,

FH =

Fachhoc schule,

HF =

öhere Fachschule,

HFP =

öhere Fachprüfung,

UH =

Universitäre Hochschule

| 123

Anforderungsprofil

vorteilhaft

wichtig

sehr wichtig

Informatiker/in EFZ

‹ planen, entwickeln, installieren, testen,

warten, instruieren ›

Die Informatik ist ein breites Berufsfeld,

das sich sehr rasch entwickelt und des-

halb ständige Lernbereitschaft voraus-

setzt. Schwerpunkte in diesem Beruf

sind Systemtechnik, Applikationsent-

wicklung und Betriebsinformatik. Die

Anforderungen an die Informatiker und

Informatikerinnen sind je nach Schwer-

punkt unterschiedlich und setzen ent-

sprechende Fähigkeiten voraus.

Systemtechnik:

Computer sind heute

über Netze miteinander verbunden, die-

nen zum Informationsaustausch und

teilen sich Arbeiten. Die meisten dieser

Netze müssen rund um die Uhr funktio-

nieren; sie müssen aufgebaut, betrie-

ben, erweitert und überwacht werden.

Das trifft auch für Cloud-Lösungen (de-

zentrale Datenverarbeitung) zu. Dafür

sind die Informatikerinnen und Infor-

matiker der Fachrichtung Systemtechnik

zuständig. Sie installieren Computersys-

teme und Software, erweitern Geräte-

konfigurationen und schulen Anwen-

derinnen und Anwender. Dabei spielen

Sicherheit und Schutz der Informationen

eine immer wichtigere Rolle.

Applikationsentwicklung:

Informati-

kerinnen und Informatiker in der Ap-

plikationsentwicklung sind Software-

Fachleute. Sie entwickeln und pflegen

Anwendungen aller Art, von der Handy-

App bis zur Banken-Software. Im

Team mit anderen Fachleuten sind sie

am gesamten Prozess beteiligt, ange-

fangen bei der Bedürfnisabklärung über

Zutritt

Abgeschlossene Sekundarschule,

mittleres bis oberes Niveau.

Ausbildungsdauer

4 Jahre berufliche Grundbildung,

gegliedert in eine Grundlagen- und

Schwerpunktbildung. Mit Matura

ist eine verkürzte 2-jährige Grund-

bildung (way up) möglich.

Schulische Ausbildung: 4 Jahre In-

formatikmittel- oder Privatschule,

davon 3 Jahre Schulausbildung,

1 Jahr Praktikum.

Informatikpraktiker/in EBA:

2-jäh-

rige Grundbildung mit Attest.

Sonnenseite

Informatikerin und Informatiker lö-

sen immer wieder neue Aufgaben,

ihr Berufskönnen ist ständig ge-

fordert. Sie sind in einem breiten

Feld tätig und meist nur begrenzt

an einen festen Arbeitsplatz ge-

bunden.

Schattenseite

Der Beruf fordert ständige Weiter-

bildung. Bei Projekten ist der Zeit-

druck hoch. Die Anforderungen an

Auffassungsgabe, Ausdauer und

Konzentrationsfähigkeit sind über-

durchschnittlich.

Vorurteil

Wunderbar, man kann den ganzen

Tag am PC sitzen und hacken!

Realität

Informatiker/innen arbeiten mit

modernen Technologien und ent-

wickeln Lösungen, die sich durch

sparsamenMitteleinsatz und hohe

Systematik auszeichnen. Dabei

geht es in der Regel um klar struk-

turierte Problemstellungen.

Was, wozu?

Damit im Warenhaus eingekaufte

Artikel aufgrund des Barcodes re-

gistriert und zugleich in der Lager-

buchhaltung abgebucht werden,

installiert die Informatikerin die

Systeme und wartet sie regelmäs-

sig. Sie ist auch für den Benutzer-

support und die Software-Wechsel

zuständig.

Damit ein Hauptgeschäft mit sei-

nen Filialen Daten austauschen

kann, installiert die Informatikerin

Systemtechnik das Netzwerk, Ge-

räte und Programme.

Damit der Informatiker Applika-

tionsentwicklung seine Lösungs-

idee überprüfen kann, zeichnet er

den geplanten Programmablauf

schematisch auf, bevor er mit der

Programmierung beginnt.

Damit in einem Unternehmen der

Drucker von Mitarbeitenden aus

verschiedenen Abteilungen be-

nützt werden kann, bindet ihn die

Informatikerin Betriebsinformatik

ins Netzwerk ein und passt ihn an

die Gegebenheiten an.

Damit Berechnungen, die von

einem Programm ausgeführt wer-

den, keine falschen Ergebnisse

liefern, testet die Informatikerin

Applikationsentwicklung systema-

tisch sämtliche Abläufe.

Entwicklungsmöglichkeiten

Dipl. Wirtschaftsinformatiker/in HF oder

dipl. Techniker/in HF Fachrichtung Informatik

Informatiker/in BSc/MSc FH

Höhere Fachprüfung zum/zur dipl. ICT-Manager/in

ICT-Applikationsentwickler/in, ICT-System- und Netzwerktech-

niker/in, Wirtschaftsinformatiker/in oder Mediamatiker/in (BP)

Informatiker/in EFZ mit Schwerpunkt Systemtechnik,

Applikationsentwicklung oder Betriebsinformatik

Informatikpraktiker/in EBA

Begeisterungsfähigkeit

Gutes Vorstellungsvermögen,

Handgeschicklichkeit

Kommunikations- und

Teamfähigkeit

Konzentrationsfähigkeit,

Ausdauer

Logisch-abstraktes Denkvermögen

Offenheit gegenüber Neuem,

Lernfreude

Organisationstalent,

Selbständigkeit

Rasche Auffassungs- und

Kombinationsgabe

Sicheres Auftreten,

gute Ausdrucksfähigkeit

Technisches Verständnis,

exakte Arbeitsweise

die Entwicklung bis hin zur Einführung.

Sind alle Tests bestanden und ist alles

übersichtlich dokumentiert, werden die

Programme für den Betrieb beim Kun-

den oder im eigenen Unternehmen frei

gegeben.

Betriebsinformatik:

Informatikerinnen

und Informatiker der Fachrichtung Be-

triebsinformatik sind Allrounder. Sie

kennen sich sowohl in Systemtechnik als

auch in der Software-Entwicklung aus.

Je nach Unternehmen, in dem sie tätig

sind, entwickeln sie fachliche Schwer-

punkte in der beruflichen Praxis. Sie sind

in der Lage, Kundinnen und Kunden

bei komplexen Informatik-Problemen zu

unterstützen. Beispielsweise nehmen sie

Geräte in Betrieb, installieren und kon-

figurieren Server, betreuen Netzwerke

oder sind mit der Weiterentwicklung

von Programmen beschäftigt.

EBA 93% 7%

7% 93% EBA